Jagdhunde (Vermittlung/Adoption)

Jagdhunde unterscheidet man in der Regel folgendermassen:  Wir sprechen von Vorsteh-, Stöber und Apportierhunden.  Abgesehen von den Lauf- und Windhundenwurden weitere Jagdhunde gezüchtet, die die Aufgabe hatten, das Wild für den Jäger anzuzeigen (vorzustehen), aufzustöbern und zu adoptieren.

Eine besondere Eigenschaft der Jagdhunde ist ihr Riechvermögen.  Jagdhunde sind oft sehr unterschiedlich in ihrer Herkunft und in ihrem Aussehen, dennoch ist es üblich Jagdhunde nach gemeinsamen Eigenschaften in verschiedene Gruppen einzuteilen.  Der italienische Spinone und der Weimaraner sind gute Beispiele für die Vielseitigkeit eines ausgzeichneten Jagdhundes.

Heute sind folgende Typen anerkannt: Stöberhunde wie z.B. der Spaniel.  Vorstehhunde: Pointer und Setter, sowie Apportierhunde: Retrieverrassen.

Vorstehhunde:

Der bei kurzhaarigen Vorstehhunden wie den Pointern gut sichtbare athletische Körperbau weist darauf hin, dass dieser Hundetyp mit den Bracken verwandt ist. Im Gegensatz zu den Spaniels laufen sie dem Jäger weit voraus. Sobald sie das Wild aufgespürt haben, bleiben sie mit waagerecht gehaltener Rute und angewinkelter Vorderpfote stehen. Auf diese Weise zeigen sie dem Jäger das Wild an (vorstehen). Die Vorstehhunde werden vornehmlich bei der Jagd auf Flugwild eingesetzt.

Die Setter wurden bereits im 16. Jahrhundert für die Jagd verwendet. Auch sie harren, sobald sie das Wild gesichtet haben, so lange wie versteinert aus, bis der Jäger ihnen weitere Befehle erteilt.

Apportierhunde:

Eine weitere Gruppe der Jagdhunde sind die Apportierhunde (engl. Retriever).  Diese mutigen Vierbeiner sind darauf abgerichtet, geschossenes Wild aufzuspüren und zu apportieren. Früher arbeiteten sie häufig mit Spaniels zusammen, die das Wild aufstöberten, während  der Retriever so lange beim Jäger wartet, bis dieser den Befehl zum Apportieren gab.

Spaniels:

Zur größten Gruppe der Jagdhunde zählt die Familie der Spaniels. Diese mittelgrossen, intelligenten Hunde haben einen guten Geruchssinn und Hängeohren; Merkmale, die auf harte Arbeitsbedingungen hinweisen. Man nimmt an, dass der Spanielaus Spanien stammt, weil das Wort “espanol” im Deutschen “Spanier” bedeutet.

Jagdhunde als Haustiere

Im allgemeinen sind Jagdhunde auch gut als Haus- und Familienhunde geeignet. Allerdings muss für viel Bewegung und Abwechslung gesorgt werden.  Einen Labrador oder einen Golden Retriever in einer Stadtwohnung zu halten ist nicht artgerecht. Diese Tiere verfügen über ungeheure Energien, die in die richtigen Bahnen gelenkt werden müssen.

Da der Jagdinstinkt dieser Hunde sehr ausgeprägt ist, kiann sich das Gehen an der Leine zeitweilig als echte Herausforderung erweisen. Denn sobald vor allem Vorstehhunde eine interessante Fährte wahrgenommen haben, sind deren Ohren für jegliches Rufen und Flehen taub. Jagdhunde müssen so gut erzogen werden, dass sie auch dann zurückkommen, wenn die Spur besonders verführerisch ist.

Spanische Jagdhunde

Hier in Spanien zählen die Podencos und die Galgos zu den bekanntesten Jagdhund-Rassen und natürlich der Pointer.   Podencos sind exzellente Jagdhunde, die die Jäger häufig begleiten, dass Wild erlegen , so dass der Jäger nicht mal ein Gewehr mitnehmen muss. Leider werden die Podencos nicht gebührend gewürdigt.  Dieses Kapitel behandeln wir an anderer Stelle.

Galgos gehören zu den elegantesten und edelsten Jagdhunden überhaupt.  In nördlichen Regionen sind sie eher unbekannt.  Pointer haben zwischenzeitlich auch in Mitteleuropa eine Heimat gefunden.  Bedingt auch sicher dadurch, dass viele Tierschutzorganisationen Jagdhunde von Spanien nach Deutschland vermitteln.

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