Der Greyhound ist der bekannteste unter allen Windhundrassen. Auch er stammt von Arabischen Windhunden ab und wurde von den Engländern

so herausgezüchtet, dass der Muskel- und Knochenbau besonders an hohe Laufgeschwindigkeiten angepasst ist In der Tat erreicht der Greyhound 80 Stundenkilometer und ist somit der schnellste aller Hunde.

Ursprünglich war er ein Gehilfe bei der Jagd auf den Hirsch, den Wolf und den Bären, sein Geruchssinn ist gering entwickelt, dafür sieht er sehr gut.Er galt lange Zeit als Statussymbol der obersten Gesellschaftsklasse und drückte Adel und Vornehmheit aus. Früher war er derart wertvoll, dass man ihn als Zahlungsmittel für Steuern und Abgaben verwendete.

Mit dem Rückgang der Großwildjagd wurde er zu Kreuzungen verwendet und brachte beispielsweise den Foxhound hervor, der zwar kleiner, gleichzeitig aber auch äußerst schnell ist. Heute ist der Greyhound ausschließlich ein Lauf – und Begleithund.

Gewicht: 23 bis 25 kg, Schulterhöhe Rüde: 65 bis 70 cm, Hündin 62 bis 67 cm und höher. Farbe: Schwarz, Braun, Rotbraun, Gelb, einfarbig, Blaugrau oder gestromt, Weiß

Heimat: Großbritannien

Charakter der Greyhounds

Die Greyhounds sind hervorragende Familienhunde, müssen aber auch ihrem Jagdtrieb nachgehen und sprinten. Eine Anmeldung in einem Jagdverein wäre eine gute Möglichkeit, damit sie sich austoben können. Greyhounds sind sehr sensibel und haben einen starken Willen, der aber nur beim Jagen zum Vorschein kommt. Dabei ist der Jagdtrieb meistens so stark, dass sie ohne Leine Jagd auf Eichhörnchen und Katzen machen würden. Deshalb müssen Greyhounds bei Spaziergängen immer an der Leine geführt werden, sonst sind sie kaum zu bändigen. Die Greyhounds  sind optimal, um für Kinder eingesetzt zu werden. Diese sollten jedoch zur Ordnung gerufen werden, denn welcher Hund mag es schon gerne, am Schwanz gezogen zu werden. Dann ziehen die Greyhounds  sich beleidigt zurück und wollen nicht mehr gestört werden. Der Greyhound  passt sich jeder Räumlichkeit an, ist jedoch in der Stadtwohnung aufgrund seiner Größe nicht gut aufgehoben, besser wäre ein großes Haus. Auf dem Land fühlen sich die Greyhounds wohler als in der Stadt. Greyhounds sind eher ruhige, gelassene und selbstsichere Hunde. Sie müssen sich nicht immer vordrängeln und jeden herumkommandieren. Greyhounds schließen lieber Kompromisse. Die Greyhounds sind ebenso bekannt für ihre liebevolle, verspielte und verschmuste Art. Das haben sie mit vielen anderen Jagdhundrassen durchaus gemein.

Was Sie sonst noch über den Greyhound wissen sollten

Vielleicht stammt der Greyhound vom altägyptischen Windhund ab. Genau wird man es wohl nie erfahren.  Vielleicht sind die Greyhounds auch Nachfahren der keltischen Hetzhunde.  Möglicherweise stammt er auch von den griechischen Lakoniern ab, deshalb wird die Rasse auch häufig als Greekhound (Griechenhund) bezeichnet.  In früheren Jahrhunderten war diese Rasse nur Adligen vorbehalten.  Das Wort Grey deutet jedenfalls keinesfalls auf die Farbe der Hunde hin.  Schon die große Königin Elisabeth I. von England liebte Windhundrennen und setzte Greyhounds ein.  Die Kondition und die Schnelligkeit der Greyhounds ist spektakulär.  Heute laufen Greyhounds immer noch bei Hunderennen mit und erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km pro Stunde.

gepostet von Sibylle van Meeren