Im Gegenssatz zu Katzen, die Snackfresser sind, also häufig kleine Mahlzeiten zu sich nehmen müssen, genügen beim Hund zwei Hauptmahlzeiten, evtl. ergänzt durch ein bis zwei Zwischenmahlzeiten oder das Füttern von Leckerlis als Belohnung. Besonders hartnäckig hält sich die Auffassung, dass ein Hund nur einmal am Tag fressen sollte. Dies gilt als überholt und kann je nach Futter und Grösse des Hundes sogar zu Problemen führen. Viele Hunde, die nur einmal täglich (morgens) gefüttert werden, können aufgrund einer Übersäuerung des Magens über Nacht erbrechen. Oft kann dieses Problem durch Verabreichen einer zusätzlichen Mahlzeit am Abend behoben werden.

Der  Zeitpunkt der Fütterungen sollte regelmässig und konstant sein, da der Hund sich daran gewöhnt. Eine Ruhepause von zwei bis drei Stunden nach der Nahrungsaufnahme zur Verdauung ist empfehlenswert. Wichtig bei der Bestimmung des Fütterungszeitpunktes ist die Berücksichtigung der Verdauungsphase und der Möglichkeit zum Kotabsetzen.

Sollte ich konsequent Fütterungszeiten einhalten?

Die Hauptmahlzeit kann also morgens oder abends angeboten werden. Bestimmte und wichtige Verdauungsmechanismen, wie beispielsweise der Speichelfluss, werdenbei wild lebenden Fleischfressern durch Sichtung, Jagen und Schlagen der Beute ausgelöst. Diese können beim Haushund auch durch das Fütterungsritual bzw. den – zeitpunkt in Gang gesetzt werden, was ein weiterer Grund für feste Fütterungszeiten sein kann.

Anmerkung:  Es gibt auch Ausnahmefälle, die die allgemeingültigen Regeln bestätigen. Meine Hunde haben immer Trockenfutter in ihren Näpfen. Es gibt bei mir keine festen Fütterungszeiten.  Was sicher auch daran gelegen hat, dass ich viele Jahre ausser Haus mein Büro hatte und somit nicht zu den „gängigen“ Fütterungszeiten zuhause war.   Meine acht Hunde haben gänzlich unterschiedliche Fresszeiten.  Mein kleiner Nicky ist ein „Nachtfresser“.  Seine Hauptmahlzeit nimmt er gegen Mitternacht zu sich.   Andere fressen bevorzugt gegen Mittag, andere am Nachmittag,  der Rest über den Tag verteilt, immer wieder ein Bröckchen.

Fütterungszeiten individuell für den Hund gestalten?

Ich habe nur einen Hund der ein wenig übergewichtig ist, was aber ein anderes Problem als Ursache hat.  Das hat nichts mit seinem Fressverhalten zu tun.  Alle anderen sind sehr schlank bis schlank.    Sie verhalten sich, wie wir Menschen uns auch, sie essen dann, wenn sie Hunger haben.  Sie wissen ausserdem , dass sie sich Zeit lassen können.  Es ist ja immer Fressen vorhanden.  Sie müssen weder schlingen noch ums Fressen kämpfen.  Auch das ist also individuell angewandt, eine richtige Methode.  Die ich hier nicht zum Credo erheben möchte, ich wollte sie nur nicht unerwähnt lassen.  Ich bin mir dessen bewusst, dass viele Hunde-Profis jetzt aufheulen und meine Methode ad absurdum stellen werden oder wollen. Vielleicht haben sie recht, vielleicht auch nicht.   Meine Hunde fressen dann, wenn sie Hunger haben.   Und ich kann diese Methode aus eigener Erfahrung so weiter empfehlen. Testen Sie es einfach mal an.  Falls es für Ihre Hunde so nicht stimmig ist, können Sie ja wieder die Fütterungszeiten umstellen.