Die Symptome einer Futtermittelalergie sind eher unspezifisch. Häufige Anzeichen sind Haut- und Verdauungsprobleme.  Es gilt prinzipiell zwischen der Allergie und der Futtermittelallergie zu unterscheiden.  Bei einer Futtermittelallergie handelt es sich um eine Reaktion ohne Beteiligung des Immunsystems. Ein Beispiel hierfür ist die Laktoseintoleranz, also die Unverträglichkeit von Milchzucker, die bekanntermaßen viele Menschen betrifft und für die ein fehlendes Enzym ursächlich ist. Bei Hundenzählen zu den Unverträglichkeiten z.B. auch die Vergiftungen durch Futtermittel (wie etwa Schokolade oder Zwiebeln).

Bei einer Futtermittelallergie hingegen ist auch das Immunsystem mitbeteiligt, d.h. die Reaktion des Körpers beruht auf einer Abwehrreaktion, die vom Immunsystem gesteuert wird . Der Körper bildet Antikörper auf das Antigen – in diesem Fall auf das Futter bzw. einen Bestandteil davon.

Die Unterscheidung zwischen einer Futtermittelunverträglichkeit– und einer Allergie spielt hinsichtlich der Therapie allerdings nur eine untergeordnete Rolle, da in beiden Fällen das Futter, welches nicht vertragen wird, vermieden werden sollte.

Auf welche Nahrungsmittel reagieren also Hunde besonders häufig ?

Dies ist regional verschieden und hängt von den in der Gegend bzw. im jeweiligen Land häufig verwendeten Futtermitteln ab. In deutschland ist eine Allergie auf Rind- und Hühnerfleisch am häufigsten, in Amerika ist es z.B. unter anderem Soja. Das hängt einfach damit zusammen, dass hierzulande in den meisten Fertigfuttern für Hunde Rindfleisch oder Huhn entahlten ist.

Dadurch hat natürlich eine sehr grosse Zahl der Tiere in Deutschland Kontakt zu diesen Futtersorten. Als logische Konsequenz  kommen deshalb am häufisten Allergien auf diese Futtersorten vor. Aber auch Allergien gegen Getreide und Milchprodukte sind hier bei uns recht häufig. Für die Ausbidlung einer Allergie ist auf jeden Fall immer ein Kontakt (des Immunsystems) zum entsprechenden Futterbestandteil nötig.

Wie kann man der allergischen Reaktion vorbeugen?

Nun, das allerwichtigste in dem Zusammenhang ist der Futterentzug im Falle einer aktuten Darmentzündung. Nach Möglichkeit sollten die Tiere 24 bis 48 Stunden lang nichts zu fressen bekommen. In dieser Zeit regeneriert sich die DArmwand meistens wieder. Sollte es aus irgendeinem Grund nicht möglich oder ratsam sein, das Tier fasten zu lassen, sollte man sich gut überlegen, was man seinem Hund in dieser Zeit füttert. Es ist durchaus möglich, dass der Hund in diesem Zeitraum eine Allergie auf das dann gegebene Futter entwickelt.

Muss ein Vierbeiner, dessen Magen überempfindlich reagiert, automatisch allergisch auf einen Futterbestandteil sein?

Nein, es gibt viele Gründe, warum ein Tier auf ein Futter reagieren kann – insbesondere mit Durchfall oder einer weichen Kotkonsistenz. Das kann an der Zusammensetzung des Futters an sich liegen oder auch an einer falschen Zubereitung.  Ausserdem gibt es eine Stressasoziierte Darmentzündung beim Hund, bei der das Futter an sich eine untergeordnete Rolle spielt.



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