Die Körpersprache von Hunden und Wölfen ist sehr ähnlich. Dennoch bedarf es einer gewissen Erfahrung, sie zu verstehen, da sich Fell, Körpergröße, Aussehen und Gesichtsausdruck des Haushundes im Laufe seiner Entwicklung stark verändert haben.Ein entspannter und zufriedener Hund zeigt dies durch eine entspannte Körperhaltung und einen neutralen Gesichtsausdruck an. Die Ohren befinden sich in der rassetypischen natürlichen Stellung, die Rute hängt nach unten, der Hund wird sich weder kleiner noch grösser machen. Die Augen sind leicht geschlossen, Halsmuskeln und Schnauze entspannt.

Ein selbstbewusster Hund, der anderen seine Überlegenheit demonstrieren möchte, sieht ganz anders aus. Er wird so gross und kräftig wie möglich zu erscheinen versuchen. Die aufgestellten Ohren, der gebogene Rücken und der hocherhobene Kopf signalisieren Handlungsbereitschaft.

Hat z.B. die Stellung der Ohren immer die gleiche Bedeutung?

Nein, man muss die Stellung immer im Zusammenhang mit dem ganzen Ausdrucksverhalten und der Situation bewerten. Sich nur nach der Stellung der Ohren, der Rutenhaltungoder dem Zeigen der Zähne zu richten kann zu einem falschen Urteil führen. Viele Hunde haben schon rassebedingt nicht die gleichen Ausdrucksmöglichkeiten.

So gibt es z.B. Hunde mit einem natürlichen Stummelschwanz oder einer Ringelrute, oder andere tragen den Schwanz meist zwischen die Beine geklemmt. Hunde mit Hängeohren verfügen nicht über die gleichen Ausdrucksmöglichkeiten wie solche mit Stehohren, wieder andere Vierbeiner besitzen aufgrund ihrer Schädelform oder Behaarung eine sehr eingeschränkte Gesichtsmimik.

Doch selbst Hunde, die über alle notwendigen Ausdrucksmöglichkeiten verfügen, setzen d iese immer in Kombination ein. Zieht ein Hund z.B. die Lefzen hoch, ist das zwar meist eine Drohhaltung, doch ob er ängstlich oder selbstbewusst handelt, erschliesst sich erst, wenn man den gesamten Hund, z.B. die Stellung der Ohren und die Köper- und Rutenhaltung sowie die Situation einbezieht.

Ankerung:  Körperkontakt ist für Hunde sehr wichtig und das Lecken der Mundwinkel, wenn sie uns vermeindlich ein „Küsschen“ geben, ist eine sehr freundliche und unterordnende Geste.