Sie haben es sicher schon häufig beobachtet: Hin und wieder nehmen Hunde bei ihren Begegnungen ganz bestimmte Körperhaltungen ein, um Unterwerfung oder Dominanz zu bekunden.Entweder legt einer der Hunde eine oder beide Pfoten auf den Rücken des anderen, oder er versucht ihn zu besteigen. Seltener zeigt ein Hund seine Überlegenheit dadurch, dass er seinen Kopf auf den Rücken oder den Hals seines Gegenspielers legt.

Meistens lenken beide Hunde ein und die Begegnung endet entweder im Spiel, oder sie gehen friedlich auseinander. Zum Kampf kommt es normalerweise nur, wenn die Besitzer eingreifen und das komplexe Ritual der Kommunikation aus Unkenntnis stören.

Oft verhalten sich Hunde an der Leine anders als wenn sie frei laufen. Warum ist das so ?

Das kann verschiedene Ursachen haben. Es kann daran liegen, dass er sich durch die Nähe zu ihnen besonders stark fühlt und den Macho herauskehrt. Vielleicht ist er an der Leine aber auch besonders ängstlich, weil er durch die räumliche Einschränkung weder das unter Hunden übliche Begrüßungsritual durchführen kann, noch die Möglichkeit zur Flucht hat, wenn er sich bedroht fühlt.

Häufig verhalten Hunde sich an der Leine auch feindselig, weil sie die Unsicherheit ihres Menschen spüren, der beim Anblick der anderen Hunde die Leine kurz hält, hektisch wird und den Hund „vorsorglich“vielleicht schon schimpfend zur Ruhe ermahnt.

Was ich schon häufig beobachtet habe, wenn der Mensch seinem Hund „die lange Leine“ gibt, der Hund seine Rituale durchführen kann, dann passiert in der Regel garnichts.   Nur „kurz gehaltene“ Hunde rebellieren mitunter, zerren an der Leine, kläffen, gebärden sich wie wild.

Es gibt auch eine These die besagt, am Arm ihres Menschen fühlen sie sich besonders „stark“.   Sie wissen ja, dass ihr Mensch ihnen auch in eventuellen Notsituationen sofort beistehen und helfen würde.   Der Mensch ist ja ihr Rudelführer, dem sie blind vertrauen.  Jedenfalls sollte das so sein.   Ich will diese These nicht ganz ad absurdum stellen.  Ein Funke Wahrheit könnte diese Variante der Erklärung durchaus beinhalten.

Sollte das Problem nicht in den Griff zu bekommen sein, dann haben Sie ja immer noch die Möglichkeit einen Hundetrainer zu kontaktieren.

Normalerweise gestaltet sich dieses sehr typische Verhalten als ein Ritual, dass keinen Anlass zur Besorgnis gibt.   Ich erlebe das immer wieder, wenn ich mit meinen Hunden am Strand unterwegs bin.    Hunde können sich bestens arrangieren.  Es bedarf in der Regel keinerlei Eingriffs seitens des Hundehalters.   Die Hunde regeln das schon unter sich.   Erst wenn der Mensch glaubt, eingreifen zu müssen, kann es zu Aggressionen kommen.

Als vertrauen Sie ruhig Ihrem Hund – er vertraut Ihnen ja auch!

Weitere Informationen finden Sie auch auf diesen Seiten:   Verhalten des Hundes – Hundeverhalten