Abstammung Hund: Der Hund gehört zur Familie der Canidae, der sogenannten hundeartigen Raubtiere, und ist ein Rudeltier.

Der domestezierte Hund wird als Canis familiaris bezeichnet. Weitere Mitglieder dieser Familie sind Wölfe, Füchse, Kojoten, Schakale und Wildhunde. Einige dieser wilden Verwandten des Hundes , sehen auch aus wie Hunde, andere wieder haben gar keine Ähnlichkeit.

Einiges ist allen gemeinsam: lange, schmale Köpfe mit langen Kiefern und vielen Zähnen. Die Backenzähne sind zum Schneiden gleichermaßen ausgebildet wie zum Mahlen und können fleischliche wie vegetarische Kost gut verarbeiten.

Hunde konnten sich über die ganze Welt verbreiten

Die Zahnstruktur der Canidae ist eine der bewundernswerten Qualitäten, die ihnen gestatteten, sich über die ganze Welt zu verbreiten und in so verschiedenen Gegenden zu überleben wie wasserarmen Wüsten und eisigkalten arktischen Gebieten, in der Tundra wie im Dschungel und in den Bergwäldern der nördlichen Regionen.

Fosilienfunde lassen vermuten, dass die erste Hundezähmung im mittleren Osten stattfand und zwar vor mindestens 10.000 Jahren, vermutlich sogar vor etwa 35.000 Jahren. Einige Wissenschaftler nehmen an, dass die Domestikation damit begann, als Wölfe durch die menschlichen Wohnstätten und Abfallhalden strichen. Andere glauben eher, dass der erste Kontakt zustande kam, weil der Mensch die Tiere jagdte, die erwachsenen Exemplare tötete, die Welpen aber an sich nahm, um sie zu mästen.

So nahmen wandernde Gruppen die Tiere vom mittleren Osten bis nach Europa mit.  Ähnliches mag in Australien geschehen sein, wobei der Mensch einen Vorfahr des Dingo importiert hatte.

Schon vor tausenden von Jahren gehörten Hunde als Haustiere zu unserer Familie

Der zivilisierte Mensch stellte seine Hunde dann auch in der Kunst dar, und es existieren kleine Skulpturen von Hunden mit Ringelschwänzen. Sie wurden im Iran entdeckt und datieren etwa aus der Zeit 6500 v. Chr..

In Yorkshire wurden aber Knochen von domestezierten Hunden schon aus der Steinzeit – etwa 7500 vor unserer Zeitrechnung – gefunden, und ähnliche Funde wurden in vor 10.000 Jahren bewohnten Höhlen in der Tschechoslowakei , dem heutigen Tschechien, gemacht.  Die ältesten Überreste von domestizierten Hunden wurden in der Jaguar Höhle in den Vereinigten Staaten gefunden.  Dies ist eine steinzeitliche Indianerhöhle im Staat Idaho, und die Funde stammen aus der Zeit um 8.300 v.Chr  Es wurden ein mittelgrosser und ein grosser Hund entdeckt.

Der domestizierte Hund verbreitete sich schnell über die ganze Welt mit Ausnahme der Antarktis. Durch ihr Anpassungsvermögen, ihre nicht zu starke Spezialisierung, ihre hohe Intelligenz und ihre soziale Anpassung – ein Machtmittel des Rudels – konnten Hunde überall gedeihen, wo immer sie auch lebten.