Der Boxer ist eine relativ junge Hunderasse, sie wurde um 1896 in München geschaffen und befindet sich heute noch in der Entwicklung. Der offizielle Standard, der erstmals im Jahre 1905 aufgestellt wurde, hat im Laufe der Zeit mehrere Veränderungen erfahren. Die Vorfahren des Boxers sind in der Bolldogge und im Bullenbeisser zu suchen, der früher in Deutschland und Holland tätig war. Er war dazu abgerichtet, Wildschweine, Hirsche und Bären zu jagen.

Der am weitesten zurückliegende Vorfahr ist wiederum die Tibetdogge. Die Züchter des Boxers richteten ihre Selektion nicht nur danach aus, die äußeren Mißbildungen der Stammeltern zu eleminieren, sondern sie wollten auch die übermässige Aggressivität dämpfen, welche bei den ersten Exemplaren der neuen Rasse auftraten.

Das Ergebnis der geduldigen und langwierigen Bemühungen der Zücher ist ein Hund, der nicht nur zweifellos ästhetische Qualtitäten, sondern auch ein außergewöhnliches seelisches Gleichgewicht aufweist, das wir unter den Wachhunden sonst vergeblich suchen. Der Boxer ist gegenüber Fremden mißtrauisch und duldet in seinem Revier keine Eindringlinge. Er ist intelligent, verständnisvoll und leicht abzurichten, zum Beispiel als Polizeihund oder Blindenhund.

Er treibt gerne ausgiebige Körperpflege, ist zurückhaltend, still, anhänglich und spielfreudig. Alle diese Merkmale machen ihn zum idealen Wohnungs- und Gesellschaftshund, sofern man die Zeit für regelmässige, lange Spaziergänge aufbringen kann, denn der Hund liebt es zu laufen und herumzutollen.

Der Boxer ist sehr beweglich und ausserordentlich geruchsempfindlich, von starker Konstitution, widerstandsfähig, doch wird er leicht von Rheumatismus befallen und ist dann nicht mehr sehr langlebig. Manche Tiere werden nicht älter als 10 Jahre. Da die Rasse noch verhältnissmässig jung und in dauernder Entwicklung begriffen ist, sagt ein Vergleich mit dem Standard oft nicht viel über die tatsächlichen Qualitäten des betreffenden Hundes aus. Daraus können sich ohne weiteres unterschiedliche Meinungen auch bei Wettbewerbsrichtern und Ausstellungen ergeben.

Gewicht: Rüde 30-32 kg, Hündin: 25-28 kg, Schulterhöhe: Rüde 56-.60 cam, Hündin 54-58 cm, Fell gestromt, bisweilen mitweißer Brust und weißen Pfoten, einfarbig, Gelb bis Rotbraun mit schwarzer Maske.

Heimat: Deutschland