Der Bobtail ist, wie bereits sein deutsches Synonym vermuten lässt, ohne Zweifel der älteste englische Schäferhund. Er hat seine Heimat in der Landschaft Devon, wo er heuten noch weitverbreitet ist, und ist mit dem französischen Berger de Brie und dem Bergamasker Hirtenhund verwandt.

Bis vor fünfzig Jahren sah er der zuletzt genannten Rasse sehr ähnlich. Der Name Bobtail, der wörtlich übersetzt „Stutzschwanz“ bedeutet, rührt daher, dass die Tiere keinen Schwanz haben. Doch nur die wenigsten kommen schwanzlos zur Welt, den meisten wird die Rute in der ersten Lebenswoche kupiert. Der Bobtail ist ausserhalb Englands trotz seiner zweifellos ästhetischen Qualitäten wenig verbreitet. Er wurde früher hauptsächlich als Schäferhund verwendet, er hält mit Leichtigkeit eine Herde zusammen und ist gleichzeitig ruhig, ausdauernd, widerstandsfähig gegenüber schlechtem Wetter, fügsam und geduldig, intelligent und keinesfalls beißlustig.

Diese guten Eigenschaften machen ihn auch zu einem hervorragenden Begleithund, er gehorcht aufs Wort und ist ein Freund der Kinder.

Gewicht: 25-30 kg, Schulterhöhe 50 bis 60 cm, Rüde mindestens 56 cm, Farbe alle Grautöne, Blau, Blauschecke mit oder ohne weiße Flecken am Hals der Schnauze, der Brust und den Beinen.

Heimat: Großbritannien

Diese Rasse wurde als Treib – und Hütehunde gezüchtet, um die Herden zu beschützen und sie vom schottischen Hochland zu den Viehmärkten nach London z u treiben.

Charakter:

Gutmütigkeit, Klugheit und Anpassungsfähigkeit sind die herausragendsten Eigenschaften der Bobtails. Sie sind wachsam, verspielt, kinderlieb. Allerdings brauchen die recht anhänglichen Hunde sehr viel Zuneigung, Fellpflege und Auslauf. Da sie ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein besitzen, muss man ihnen ihre Freiheiten lassen.

Erscheinungsbild:

Ds Fell des Bobtail ist lang, hart und sehr voluminös, die Unterwolle weich und wasserabweisend, es kommt in allen Grauschattierungenoder in Blau mit weisser Zeichnung vor. ie weit auseinanderstehenden Augen sind dunkel oder blau, die kleinen Ohren verschwinden unter dem Kopfhaar. Die runden, nicht sehr grossen Pfoten haben dicke, robuste Ballen. Die Rute wurde meistens sehr kurz kupiert.  (In Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht erlaubt ! ) Der schlendernde Gang unterstreichtdie Erhöhung des Rückens von der Schulter bis zur Kuppe.