Vermeiden Sie allzu große Unregelmässigkeiten und vor allem das Füttern während der eigenen Mahlzeiten oder das Nachgeben auf Bettelversuche des Hundes.

Erfolgserlebnisse führen zu lästigen und schwer wieder abzustellenden Verhaltensweisen.  Am Betteln des Hundes ist man meistens selbst schuld. Als er noch so klein und so „suess“ war und seine grossen ,herzigen Augen, einem in  den Bann schlugen, hat man halt ab und an mal „was fallen lassen“. Dem Hund ist das Betteln geradezu anerzogen worden.

Abgewöhnen kann man es dem Hund nur, wenn man ihn bei Tisch einfach nicht mehr beachtet, auch nicht mehr der kleinste Krümel auf den Boden fällt und er auf sein Fordern auch ausserhalb der Mahlzeiten kein Leckerchen oder Futter bekommt.  Er darf durch sein Betteln weder ein Leckerchen noch einen schmackhaften Happen nach Aufmerksamkeit erhalten.  Dazu gehört viel Konsequenz und Durchhaltevermögen, was für uns Menschen nicht immer einfach ist.

Betteln – das ist kein Thema mehr – wenn man konsequent ist

Wenn Sie ihm lange genug die kalte Schulter gezeigt haben, wird er bald verstanden haben.   Ich kann das sehr gut bei meinem Rudel beobachten.  Die Kleinen, die auch „erfolgreich“ von mir verwöhnt wurden, waren geradezu prädestiniert um jeden anzubetteln.  Sie hatten so gut wie immer Erfolg.  Meine grossen Hunde, die ich aus dem Tierheim geholt hatte, die kannten den Bettelvorgang schlicht und ergreifend nicht.  Nach wenigen Tagen allerdings, hatten sie sich dieses Verhalten von den Kleinen abgeschaut.

Jetzt begann ich die Hunde einfach bei Tisch zu ignorieren.   Die Küche ist ein Bereich, indem sie betteln dürfen.  Das wissen sie auch.  Dort bekommen sie sowohl ihr reguläres Fressen als auch ab und an ein Leckerchen, wenn sie artig „Sitz“ und „Platz“ machen.   Ich kann nur sagen, innerhalb kürzester Zeit, hatten sie dieses Procedere verinnerlicht.

Der Hund bettelt – schauen Sie in seine wunderschönen Augen

Es ist nicht immer einfach – das Bedürfnis zu ignorieren.   Sie leiden weder Hunger noch unter Essensentzug.  Es ist ihnen vielleicht angeboren – oder vielleicht interpretieren wir dieses Verhalten auch falsch.    Sobald ich in die Küche gehe, werden einige meiner Hunde aktiv.  Selbst aus dem Tiefschlaf gerissen, glauben sie , sobald sich die Kühlschranktür öffnet, es gibt Futter!   Gibt es natürlich nicht jedesmal.  Manchmal nehme ich mir einfach ein Glas Kakao oder eine Cola aus dem Kühlschrank.   Wenn Sie bemerken, dass es nichts essbares gibt, gehen sie auch wieder.  Aber —  die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wenn ich mit meiner Familie oder mit Freunden esse, sind die Hunde zwar auch in der Nähe – aber nur für kurze Zeit.  Sie wissen, vom Tisch gibt es eh nichts zu fressen. Also ist das langweilig und führt zu keinem Erfolg.  Selbst bei acht Hunden funktioniert dieses Prinzip.

Sie schauen zwar ab und an nochmal am Tisch vorbei, aber die Bettel-Gesten haben sie eingestellt.  Es geht also !