Dieser massige, schwere Hund, stellt unter seinen Artgenossen wahrlich einen Koloss dar. Obwohl er eine Art schweizerischer Nationalhund geworden ist, geht er doch auf die Tibetdogge zurück,

die nach ihrer Domestikation in Nepal, Indien und China ihre Heimat gefunden hatte. Der Molosser, deraus dieser Dogge entstanden ist, wurde zuerst nach Griechenland und dann ins alte Rom eingeführt. Von hier aus gelangte er schießlich in seine heutige Heimat. Die Mönche des Hospizes des Grand Saint Bernhard Passes hielten seit 1659 diesen prächtigen Hund, der in der Zwischenzeit die für den Molosser typische Aggressivität verloren hatte. Die Hunde, die man im Kloster züchtete, wurden in morphologischer und psychischer Hinsicht ausgewählt: Man wollte einen kräftigen, kälteunempfindlichen Hund, der im Gebirge zunächst Lebensmittel transportieren konnte. Später wurde er zum Suchhund um verschüttete Menschen aufzufinden.

Gleichzeitig eleminierte man negative Charaktereigenschaften und ersetzte sie durch Intelligenz, Gütmütigkeit, Opferbereitschaft, Gehorsam, Treue und Denkvermögen. Im Jahre 1707 wurde nach offiziellen Quellen , erstmals ein Mensch von einem Bernhardiner gerettet. Dies war der Beginn einer langen Reihe von Hilfeleistungen. Unbestrittener Meister war der berühmte „Barry“, dem es gelang , 44 Menschen zu finden und zu retten.

Um 1820 war die Rasse nahe daran auszusterben, da die Mönche mehr danach strebten, den Hund noch kräftiger und ausdauernder zu machen, als die Merkmale der Rasse beizubehalten. Die rassengerechte Selektion wurde damals mitausgezeichneten Ergebnissen von spezialisierten schweizerischen, englischen und amerikanischen Züchtern aufgenommen. Sie versuchten allerdings die Masse des Hundes zu vergrößern, und erreichten in einezelnen Fällen eine Schulterhöhe von über einem Meter und ein Gewicht von 100 kg. Heute kennen wir zwei Schläge des Bernhardiners, einen langhaarigen und einen kurzhaarigen.

Gewicht: 55 bis 80 kg, Schulterhöhe: mindestens 70 cm, Hündin nicht unter 65 cm. Farbe: Rot bis Graubraun mit weißer Zeichnung. Maske dunkel, oft schwarz, bisweilen schwarze Flecken an den Ohren, Brust, Halskragen, Pfoten, Schwanzspitze und Teile des Gesichts möglichst weiß.

Heimat: Schweiz