Baby und Hund: Wie bereite ich meinen Hund auf das Baby vor ?

Geschrieben von Nito am August 28th, 2012 in Baby und Hund

Kommt ein Baby in die Familie, stellt dieses kleine Wesen zunächst alles auf den Kopf: die Gefühle, die Gewohnheiten, die Prioritäten des Alltags. Nicht selten ist der Familienzuwachs für den Hund kein Gewinn.War er bisher der Augenstern der kleinen Gemeinschaft, durfte er im Bett schlafen, auf der Couch liegen, jederzeit Zuwendung einfordern, so zerstört plötzlich ein kleines schreiendes Etwas seine heile Welt. Er darf es nicht kennenlernen, erhält keine Chance, das kleine Wesen als Mitglied seiner Familie zu begruessen.

Wieso sollte er einen solchen Störenfried gegenüber positive Empfindungen entwickeln, wurde er doch gerade ins soziale Abseits gestellt ?  Eine Schwangerschaft dauert neun Monate, Zeit genug, den Hund so auf die zukünftigen Veränderungen im Alltag einzustellen, dass er sein ganz normales Leben weiterführen kann , wenn das Baby da ist.

Sollen in Zukunft andere Regeln gelten, soll er mehr mit dem Parnter unternehmen, der weniger durch das Baby gebunden ist, lässt sich das langsam in die richtigen Bahnen lenken. Vielleicht ist auch noch die eine oder andere Erziehungseinheit sinnvoll, die das Zusammenleben mit dem Baby erleichtert.

Wer nicht ganz sicher ist, ob sein Hund dem zu erwartenden Baby wirklich wohlgesonnen ist, kann ihn in dieser Zeit leicht an einen gut sitzenden Maulkorb gewöhnen. Dieser wird für ihn so selbstverständlich werden wie ein Halsband und bietet die Möglichkeit, bestimmte neue Situationen entspannter anzugehen . Natürlich ist das niemals eine Dauerlösung !!!!

Ist der Nachwuchs da, ist von Anfang an kontrollierter Kontakt sinnvoll und wichtig. Ein gesunder Hund stellt keine Gefahr für ein Baby dar. An vielen Aktivitäten mit dem Nachwuchs kann er ganz selbstverständlich teilhaben, er kann beim Stillen oder Wickeln daneben liegen und wird auch jeden Spaziergang mit dem Kinderwagen gern begleiten. Der Familienhund gehört zu dieser sozialen Gemeinschaft, er ist auf sie angwiesen.

Im Normalfall wird er alles tun, sie zu schützen und den kleinen Menschen sehr vorsichtig behandeln. Trotzdem sollteman immer im Hinterkopf behalten, dass es ein Hund ist, der eben nur wie ein Hund agieren kann. Auch der freundlichste und nachsichtigste Vertreter kann beispielswise durch Angst, Kranheit oder Schmerz ungewohne Reaktionen zeigen und solte stets gut beobachtet werden.

Die Verantwortung was zwischen Kind und Hund geschieht, liegt immer beim Erwachsenen.

Weitere Informationen zu diesem  Thema finden Sie auch hier :   Baby und Hund  und  unter  Hundeverhalten und Verhalten des Hundes