Wenn eine Hündin nicht in der Lage ist, ihre Jungen zu ernähren, gibt es zwei Möglichkeiten, die Welpen aufzuziehen: Entweder man übernimmt vorübergehend die Mutterrolle, oder man sucht sich eine Amme. Hat man die Wahl

ist eine Amme sicher die bessere Lösung. Um der fremden Hündin die Kontaktaufnahme zu erleichtern, streichelt man zunächst erst sie und gleich darauf die Welpen. Durch den Geruchsaustausch gelingt es der Hündin leichter, die Kleinen als ihre eigenen zu akzeptieren.

Die Welpen selbst großziehen ist sehr zeitaufwendig. Die Kleinen brauchen in regelmässigen Abständen von zwei bis drei Stunden eine spezielle Welpenmilch, die man im Fachhandel bekommt. Sie werden mit der Flasche gefüttert und müssen nach jeder Mahlzeit gesäubert und zum Koten und Urinieren angeregt werden, da sie dazu alleine noch nicht fähig sind.

Welpenaufzucht ist eine schöne Aufgabe

Zu den praktischen Schwierigkeiten kommen oft noch soziale Probleme hinzu: Welpen, die während der Entwöhnungsphase nicht von der Mutter diszipliniert wurden, weisen oft mangelndes Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden auf und sind häufig auch schwerer zu erziehen und auszubilden als andere Vierbeiner.

So die landläufige Meinung.  Meine Erfahrungswerte sind auch hier wieder andere.  Als ich Sino mit 3 wochen auf Mallorca in Empfang nahm, nährte ich ihn noch eine Woche mit der Flasche.  Dann konnte ich dazu übergehen, im Welpenfutter zu verabreichen.   Sino war der prächtigste Rüde (ein Pointer) den man sich vorstellen kann.

Welpenaufzucht immer wieder – auch mit der Flasche

Er war , dass muss ich allerdings sagen, Zeit seines Lebens , absolut und total auf mich fixiert.  Mehr als alle anderen Hunde, die ich seitdem hatte und die auch während Sinos Lebzeiten im Rudel waren.   Sino brauchte mich (emotional) , er folge aufs Wort , war zwar total autonom und „machte sein Ding“, schließlich war er ein Jagdhund, aber er war dennoch tausendprozentig auf mich fixiert.   Das sah ich nicht als Nachteil. Ganz im Gegenteil. Er war trotz allem sehr sozial, lies seinen „Geschwistern“ Freiraum und beschützte sie, wenn es sein musste.

Ich denke, auch hier ist das Ergebnis sehr individuell zu betrachten.  Meine Erfahrungen, sind die besten.  Ich würde, wenn es denn sein müsste, jederzeit wieder einen Welpen per Hand aufziehen.

Auch Zufüttern ist ggfs. wichtig

Meine kleine Ratonera wurde auch trächtig und Hundemami von 3 Welpen.  Sie war so klein und  zierlich und tat sich nach geraumer Zeit wirklich schwer ihre 3 kleinen Welpen ausreichend mit Milch zu versorgen.  Ich kaufte entsprechende Produkte bei meinem Tierarzt, rührte Breichen an und fütterte die kleinen Welpen zusätzlich, drei bis viermal am Tag. Die kleinen Hunde lernten sehr schnell und fanden es großartig ausreichend Futter zu bekommen.   Ich lies sie als erstes den pürierten Brei von meinem Finger ablecken, dann nahm ich einen kleinen Teelöffel, von dem sie die Miniportionen ablecken konnten.   Sie wuchsen und entwickelten sich großartig.  Es ist zwar ein wenig aufwendig, aber es macht auch großen Spaß, diese kleinen Welpen zu füttern.