Wann wird mein Hund „alt“ – wann ist ein Hund ein „Senior“ ?

Geschrieben von Nito am August 1st, 2012 in Alte Hunde

Der Beginn des Alters lässt sich nicht generell festlegen. Die Alterung ist rasse- und größenabhängig. Während kleine Hunde mit etwa 11 bis 12 Jahren als „alt“ angesehen werden können, gilt dies für mittelgroße Hunde für ein Alter von etwa 10 Jahren und für Riesenrassen bereits für achtjährige Tiere. Aber wie beim Menschen, gibt es auch beim Hund deutliche individuelle Unterschiede. Man kann schon gewisse Vergleiche zwischen Hund und Mensch ziehen, wobei jedoch rassespezifische Unterschiede berücksichtigt werden müssen.Wie beim Menschen, ist auch beim Hund in den letzten Jahrzehnten eine Zunahme der Lebenserwartung festzustellen. So hatten im Jahr 1967 etwa 19 Prozent jender Hunde, die in der Tierklinik der Münchner Universität vorgestellt worden waren, ein Alter zwischen zehn und neunzehn Jahren, dreißig Jahre später waren es über 46 Prozent.

Die Zunahme der Lebenserwartung hat mehrere Ursachen. Zum einen haben kleinere Hunde eine höhere Lebenserwartung als große und besonders als Riesenrassen.

Zum anderen hat sich die Qualität der Diagnostik und Behandlung von Krankheiten in der tiermedizin – wie auch in der Humanmedizin – in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert. So können heute Krankheiten , für die es vor einigen Jahrzehnten noch keine Behandlungsmöglichkeiten gab, sehr erfolgreich therapiert werden. Ausserdem sind auch die Hundehalterinnen und Halter heute eindeutig mehr an der intensiven Behandlung ihrer Tiere interessiert. Zudem wurde die Fütterung in den vergangenen Jahren wesentlich tierartgerechter gestaltet.

Kann man heute den Alterungsprozess des Hundes verlangsamen?

Noch gibt es kein Medikament, was den Alterungsprozess aufzuhalten vermag. Allein die tierartgerechte Haltung und Fütterung sowie die Behandlung bei Erkrankungen einschließlich von Vorsorgeuntersuchungen und Imfpungen vermögen Krankheiten und damit vorzeitiges Altern und frühen Tod zu verhindern. Wichtig ist vor allen Dingen auch die ständige individuell abgestimmte Bewegung und geistige Forderung des älter werdenden Hundes.