Sind Hunde Farbenblind ?

Geschrieben von Nito am August 2nd, 2012 in Allgemeines

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Hunde farbenblind sind. Für das Farbensehen sind spezielle Nervenzellen der Netzhaut, die Zapfen, verantwortlich. Wie beim Menschen, finden sich in der Netzhaut des Hundes Stäbchen zum Schwarz-Weiß-Sehen und Zapfen zum Farbsehen. Während der Mensch über drei unterschiedliche Zapfentypen verfügt, sind beim Hund nur zwei ausgebildet. Vierbeiner haben allerdings weniger Zapfen in der zentralen Netzhaut als Menschen. Die drei Zapfentypen des Menschen sprechen auf die Farben Rot, Grün und Blau an. Der eine Zapfentyp des Hundes verarbeitet Wellenlängen von 429 bis 435 mm, das entspricht der Farbe Violett. Die andere Nervenzellenart reagiert auf Licht der Wellenlänge bis zu 555 mm. Dies deutet darauf hin, dass Hunde nur über eine eingeschränkte Farbwahrnehmung verfügen.

Die Aussage, Hunde sehen nur schwarz-weiß stimmt also nicht. Ihr Farbsehvermögen ist jedoch deutlich reduziert, was schon die gerine Zapfenzahl am Ort des schärfsten Sehens  verdeutlicht.

Hunde können perfekt Graustufen unterscheiden, die dem Menschen nicht zugänglich sind. Diese Fähigkeit ist für ihr Überleben wichtiger als Farbsehen, denn selbst bei schwachem Licht, in der Dämmerung, setzen sie neben dem Geruchs- und Gehörsinn ihr Sehvermögen maximal ein.