Man kann ihn nicht übersehen, wenn man das Glück hat, einem zu begegnen. Viele Jahre waren  die Afghanen Modehunde. Jeder Cabriofahrer, der auf sich hielt, hielt sich einen Afghanen. Das ist lange her. Glücklicherweise!Heute hat der Afghanische Windhund meistens wirkliche Liebhaber der Rasse gefunden, die auch seine Fähigkeiten und nicht nur sein Aussehen zu schätzen wissen,. Zunächst fällt die aussergewöhnliche Behaarung des Afghanischen Windhundes auf: Sie lässt den Eindruck entstehen, er würde lange Hosen tragen. Die Haare sind fein und lang, beim Junghund jedoch wollig und kurz. Fang, Rücken und Oberseite der Rute sind beim erwachsenen Hund kurz und glatt behaart.

Hochläufig wie alle Windhunde, hat der Afghane einen schlanken, kraftvollen Körperbau mit quadratischen Umrisslinien und einen ausdrucksvollen, eher schmalen Kopf mit kräftigem Kiefern., Der Afghanische Windhund steht auf auffallend grossen Pfoten. Ebenso auffallend ist seine Rute: eher schwach behaart und mit einem Ringel am Ende.

Der Afghane ist ein stolzer, selbstbewusster Hund – was auch die Haltung seines Kopfes und seiner in der Bewegung hoch erhobenen Rute verrät. Fremden gegenüber ist er windhundtypisch eher zurückhaltend, aber oftmals auch ausgesprochen neugierig. So zeigt der Afghanische Windhund sich uns heute – wie aber war er in seiner Heimat?

In der Heimat des Afghanischen Windhundes gabv es im Wesentlichen zwei unterschiedliche Schläge – geprägt von der Landschaft, in der sie zur Jagd verwendet wurden. Der Windhund des Gebirges der auch Steinwild jagte, war kleiner, kürzer und breiter, stärker gewinkelt und stärker behaart. Er brauchte für seine Arbeit Kraft, Wendigkeit und Sprungvermögen – besondere Schnelligkeit hingegen war für ihn nicht das ‚Wichtigste.

Anders der Jäger für Steppen und Hochflächen: Er war grösser, länger, weniger gewinkelt und schwach behaart, leichter und schneller – dem Saluki ähnlicher als dem Jäger des Gebirges. Beide Schläge wurden wohl  hauptsächlich nach ihrem Gebrauchswert – ihrer Fähigkeit für die Jagd – gehalten bzw. gelegentlich gezüchtet.

Obwohl die Ausführ des Afghanischen Windhundes bei Strafe verboten war, kamen Ende des 19. Jh. doch einige nach England. Die Berichte über diese Hunde sind sehr unterschiedlich – genauso unterschiedlich, wie diese wohl gewesen sind. Nichtsdestrotrotz erregten die Windhunde aus dem fernöstlichen land beträchtliches Aufsehen.

Auf ihrem Weg in die westliche Welt wurden sie von Legenden begleitet, für deren Wahrheitsgehalt sich zum überwiegenden Teil niemals Beweise finden ließen. Die Papyrusrollen aus Ägypten, die einen „affengesichtigen Hund“ beschrieben haben sollen, wurden niemals gefunden – genauso wenig wie die Felszeichnungen von Balkh. Natürlich auch kein Beweis für die Legende, dass der Afghanische Windhund auf Noahs Arche der Gattung Hund die Sinflut überlebt haben soll. Aber dies alles passt natürlich zu seiner geheimnisvollen Vergangenheit und die Legenden haben viele Generationen überlebt.